Vorabpauschale ETF vs. Spekulationsfrist10-Jahres-Haltefrist für vermietete Immobilien, 3 Kalenderjahre bei Eigennutzung (§ 23 EStG). Danach steuerfrei verkaufen.Weiterlesen → Immobilien ist ein zentrales Thema für Immobilieneigentümer. Die Spekulationsfrist von 10 Jahren nach § 23 EStGEinkommensteuergesetz-Paragraph über private Veräußerungsgeschäfte. Regelt Steuerpflicht beim Immobilienverkauf.Weiterlesen → schützt vor SteuerpflichtPrivatverkäufe innerhalb der Haltefrist sind steuerpflichtig, wenn der Gewinn über der 600-€-Freigrenze liegt.Weiterlesen → — mit Ausnahmen für Eigennutzer nach der 3-Jahres-Regel. Alle wichtigen Fakten, Fristen und Tipps dazu im Überblick.

ETF gegen Immobilie: Der Steuer-Vergleich

Zwei der beliebtesten Anlageformen in Deutschland — ETF-Sparpläne und Immobilien — haben grundlegend unterschiedliche Steuersysteme. Wer beides vergleicht, muss Äpfel und Orangen trennen: ETFs unterliegen der Abgeltungsteuer plus Vorabpauschale, Immobilien der Spekulationsfrist. Was ist langfristig steuerlich günstiger?

Mehr zu den 4 legalen Wegen für steuerfreien Immobilienverkauf lesen: Immobilien steuerfrei verkaufen — 4 Wege erklärt

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Die Spekulationsfrist läuft exakt ab dem Datum des Kaufvertrags.

Besteuerung von ETFs: Abgeltungsteuer + Vorabpauschale

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ETF-Gewinne (Kursgewinne + ausgeschüttete Dividenden) werden in Deutschland mit der Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag (5,5 %) und ggf. Kirchensteuer besteuert. Effektivsteuersatz: ca. 26,375 %.

Seit 2018 gibt es zusätzlich die Vorabpauschale: Thesaurierende ETFs zahlen jährlich eine fiktive Steuer auf nicht ausgeschüttete Gewinne. Basis: 70 % des Basiszinses (2024: 2,29 %) × ETF-Wert zum Jahresanfang. Die Vorabpauschale wird beim späteren Verkauf angerechnet, um Doppelbesteuerung zu vermeiden.

Vorteil ETF: Durch den Sparerpauschbetrag von 1.000 € (Eheleute: 2.000 €) bleiben kleine Erträge steuerfrei. Verluste können mit anderen Kapitalerträgen verrechnet werden.

Besteuerung von Immobilien: Spekulationsfrist

Immobiliengewinne aus dem Verkauf werden nicht mit der Abgeltungsteuer, sondern mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert (bis 45 %). Gleichzeitig gibt es eine entscheidende Steuervergünstigung: die Spekulationsfrist nach § 23 EStG.

Das bedeutet: Wer seine Immobilie 10 Jahre hält, zahlt null Prozent Steuer auf den Gewinn. Das ist der größte Steuervorteil im deutschen Steuerrecht für Privatanleger.

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Die Spekulationsfrist läuft exakt ab dem Datum des Kaufvertrags.

Direktvergleich: 100.000 € Gewinn nach 15 Jahren

AnlageformSteuer auf 100.000 € GewinnNetto
ETF (nach 15 Jahren)~26.375 €~73.625 €
Immobilie vermietet (>10 Jahre)0 €100.000 €
Immobilie eigengenutzt (>3 Jahre)0 €100.000 €

Fazit: Immobilien gewinnen nach 10 Jahren klar im Steuervergleich.

Warum ETFs trotzdem Sinn machen

Der Steuervergleich allein ist nicht entscheidend. ETFs punkten mit:

  • Liquidität: Jederzeit verkaufbar (keine Mindesthaltezeit)
  • Kein Klumpenrisiko: Breite Diversifikation statt ein Objekt
  • Kein Verwaltungsaufwand: Keine Mieter, keine Reparaturen
  • Niedriger Einstieg: Ab 25 €/Monat im Sparplan
  • Hebeleffekt bei Immobilien: Kredit hebelt Eigenkapital-Rendite deutlich stärker

Die Kombination ist oft optimal

Viele kluge Anleger nutzen beide Instrumente: Immobilien für steuerfreie WertsteigerungSteigerung des Immobilienwerts zwischen Kauf und Verkauf – bildet die Basis der Spekulationssteuer.Weiterlesen → nach 10 Jahren, ETFs für liquide Reserven und breitere Diversifikation. Das Eigenheim nutzt die 3-Jahres-Eigennutzungsregel optimal; Mietwohnungen profitieren nach 10 Jahren von 0 % Steuer auf den Veräußerungsgewinn.

Checkliste: Steueroptimierte Anlagestrategie

Checkliste vor dem Immobilienverkauf

Bevor Sie Ihre Immobilie verkaufen, sollten Sie diese Punkte abgearbeitet haben: