Die MaklerprovisionKäufer-Maklerprovision ist Kaufnebenkosten → erhöht Anschaffungskosten → senkt Gewinn.Weiterlesen → ist einer der größten Kostenpunkte beim Immobilienkauf. Seit 2020 gilt das neue Provisionsgesetz: Käufer und Verkäufer teilen sich die Provision. Und das hat steuerliche Konsequenzen.
Die neue Regelung seit 2020
Seit Dezember 2020 gilt: Wer den Makler beauftragt, zahlt mindestens 50% der Provision. Das bedeutet: Beauftragt der Verkäufer den Makler, darf der Käufer maximal genauso viel zahlen wie der Verkäufer. Üblich ist jetzt eine 50/50-Teilung von 5,95-7,14% Gesamtprovision — also 3,57% je Seite (inkl. MwSt).
Mehr zu den 4 legalen Wegen für steuerfreien Immobilienverkauf lesen: Immobilien steuerfrei verkaufen — 4 Wege erklärt

Steuerliche Absetzbarkeit der Maklerprovision
Weiterführend: kostenlosen Spekulationsfrist-Rechner · 10-Jahres-Frist im Detail · Eigennutzungsregel
EigennutzungSelbstbewohnen der Immobilie. Bei Nutzung im Verkaufsjahr + 2 Vorjahren: Befreiung von der Spekulationssteuer.Weiterlesen → vs. VermietungFremdnutzung der Immobilie. 10-Jahres-Frist ab Kaufvertrag für steuerfreien Verkauf.Weiterlesen →: Spekulationsfrist optimal nutzen
Ihre persönliche Spekulationsfrist berechnen:
Jetzt kostenlos berechnen →Die Entscheidung zwischen Eigennutzung und Vermietung beeinflusst, welche Spekulationsfrist-Strategie für Sie am besten ist.
Selbst nutzen: 3-Jahres-Strategie
Wer eine Immobilie selbst bewohnt (oder bewohnt hat), kann unter Umständen nach nur 3 Kalenderjahren steuerfrei verkaufen. Voraussetzung: SelbstnutzungSynonym für Eigennutzung. 3-Jahres-Regelung greift, wenn Verkaufsjahr + 2 Vorjahre bewohnt.Weiterlesen → im Verkaufsjahr und in den 2 vorherigen Jahren. Das bedeutet: Wer Ende 2022 einzieht und Anfang 2025 verkauft, kann steuerfrei sein — unabhängig vom ursprünglichen KaufjahrDas Jahr des notariellen Kaufvertrags startet die Spekulationsfrist.Weiterlesen →.
Vermieten: 10-Jahres-Strategie
Die sicherere, aber längere Variante: 10 Jahre halten, dann steuerfrei verkaufen. Vorteil: Keine Einschränkung durch Mietrecht (kein Eigenbedarf nötig), planbar auf 10 Jahres-Zyklus.
| Strategie | Steuerfrei ab | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Eigennutzung 3 Jahre | Nach 3 Kj. Selbstnutzung | Tatsächlich selbst gewohnt |
| Vermietung 10 Jahre | 10 Jahre nach KaufvertragNotarieller Kaufvertrag ist der offizielle Friststart – nicht der Übergabetermin oder Grundbucheintrag.Weiterlesen → | Keine Sonderregel nötig |
Rechner und weitere Details: Spekulationsfrist berechnen
Spekulationsfrist: Grundregeln im Überblick
Die Spekulationsfrist nach § 23 EStGEinkommensteuergesetz-Paragraph über private Veräußerungsgeschäfte. Regelt Steuerpflicht beim Immobilienverkauf.Weiterlesen → schützt Immobilieneigentümer vor Steuern beim Verkauf. Die wichtigsten Grundregeln:
- 10-Jahres-Frist: Vermietete Immobilien müssen 10 Jahre gehalten werden für steuerfreien Verkauf
- Eigennutzungsausnahme: Bei Selbstnutzung im Verkaufsjahr + 2 Vorjahren: steuerfrei ab Tag 1
- Fristbeginn: Immer das Datum des notariellen Kaufvertrags — nicht Schlüsselübergabe oder Grundbucheintragung
- 600 € Freigrenze600 € Freigrenze: Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften bis 600 € jährlich steuerfrei.Weiterlesen →: Gewinne bis 600 € bleiben steuerfrei (§ 23 Abs. 3 Satz 5 EStG)
Berechnen Sie Ihre persönliche Frist mit dem kostenlosen Rechner. Weiterführend: 10-Jahres-Frist im Detail.
Ausnahmen und Sonderfälle bei der SpekulationssteuerUmgangssprachlich: Einkommensteuer auf Gewinne aus privatem Immobilienverkauf innerhalb der Haltefrist.Weiterlesen →
Das Gesetz kennt mehrere Ausnahmetatbestände, bei denen keine Spekulationssteuer anfällt. Neben der Eigennutzungsregel gibt es weitere relevante Fälle:
- ErbschaftGeerbte Immobilie: Haltefrist läuft ab Kaufdatum des Erblassers, nicht ab dem Erbfall.Weiterlesen →: Der Erbe tritt in die HaltefristDauer zwischen Kauf und Verkauf. 10 Jahre Minimum für steuerfreien Verkauf bei Vermietung.Weiterlesen → des Erblassers ein. Hat der Erblasser die Immobilie bereits 7 Jahre gehalten, müssen nur noch 3 weitere Jahre abgewartet werden.
- SchenkungBei einer Schenkung übernimmt der Beschenkte die Haltefrist des Schenkers – die Frist läuft weiter.Weiterlesen →: Bei Schenkungen unter Lebenden beginnt die Frist mit dem Erwerb durch den Schenker neu zu laufen.
- GmbH-Eigentum: Immobilien im Betriebsvermögen einer GmbH unterliegen nicht der Spekulationsfrist.
- Freigrenze 600 €: Gewinne unter 600 € im Kalenderjahr bleiben steuerfrei.
Praktische Tipps zur Steueroptimierung
Wer die Spekulationsfrist nicht ganz abwarten kann, hat verschiedene legale Gestaltungsmöglichkeiten:
- Kaufdatum genau prüfen: Maßgeblich ist das Datum des notariellen Kaufvertrags, nicht das Datum der Eigentumsumschreibung im GrundbuchÖffentliches Register für Eigentumsrechte an Grundstücken. Eintragungsdatum ist NICHT Fristbeginn.Weiterlesen →.
- Eigennutzung einplanen: Selbst kurze Eigennutzung im Verkaufsjahr sowie im Vorjahr kann die SteuerpflichtPrivatverkäufe innerhalb der Haltefrist sind steuerpflichtig, wenn der Gewinn über der 600-€-Freigrenze liegt.Weiterlesen → aufheben — bei konsequenter Nutzung sogar schon nach 3 Kalenderjahren.
- Verluste verrechnen: Verluste aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften können mit dem Spekulationsgewinn verrechnet werden.
- Verkaufstermin wählen: Liegt der 10-Jahrestag im laufenden Quartal, lohnt sich das Warten um wenige Wochen — die Einsparung kann fünfstellig sein.
Häufige Fehler beim Immobilienverkauf innerhalb der Spekulationsfrist
Viele Eigentümer unterschätzen die Spekulationssteuer oder machen vermeidbare Fehler bei der Planung:
- Kaufdatum falsch angesetzt: Wer das Datum der Schlüsselübergabe statt des Notartermins verwendet, rechnet die Frist falsch aus.
- Eigennutzung nicht nachgewiesen: Für die Eigennutzungsausnahme sollte die tatsächliche Nutzung dokumentiert sein.
- Renovierungskosten vergessen: Nachträgliche Herstellungskosten erhöhen den Kaufpreis und mindern den steuerpflichtigen Gewinn.
- Freigrenze ignoriert: Bei Gewinnen unter 600 € entfällt die Steuer vollständig — auch bei Verkäufen innerhalb der Frist.
Checkliste vor dem Immobilienverkauf
Bevor Sie Ihre Immobilie verkaufen, sollten Sie diese Punkte abgearbeitet haben:
- Kaufvertrag bereithalten: Das genaue Notardatum bestimmt den Fristbeginn.
- Nutzungsart klären: Eigennutzung oder Vermietung? Das entscheidet über die Fristlänge.
- Alle Nebenkosten dokumentieren: Notar, Makler, Grundbuch, Renovierung reduzieren den Gewinn.
- Verkaufsdatum strategisch wählen: Ein späterer Verkauf kann die Steuerpflicht komplett vermeiden.
- Steuerberater bei hohem Gewinn einbeziehen: Bei Gewinnen über 50.000 € rechnet sich professionelle Beratung.
Nutzen Sie den kostenlosen Spekulationsfrist-Rechner auf der Startseite, um Ihr persönliches Fristende sekundengenau zu berechnen. Geben Sie einfach Kaufdatum, Nutzungsart und geplantes Verkaufsdatum ein — der Rechner zeigt Ihnen sofort, ob der Verkauf steuerfrei möglich ist oder welche Steuer anfallen würde. So können Sie den optimalen Verkaufszeitpunkt konkret planen und teure Fehler vermeiden.
Alle Angaben auf dieser Seite basieren auf § 23 EStG in der aktuellen Fassung. Bei individuellen steuerlichen Fragen empfiehlt sich die Rücksprache mit einem Steuerberater oder Fachanwalt für Steuerrecht, da persönliche Umstände — wie Teilvermietung, Schenkung oder Erbschaft — die Steuerberechnung erheblich beeinflussen können.