Vorkaufsrecht bei Immobilien ist ein zentrales Thema für Immobilieneigentümer. Vermietete Immobilien unterliegen stets der vollen 10-Jahres-Spekulationsfrist — eine Eigennutzungs-Ausnahme ist während aktiver VermietungFremdnutzung der Immobilie. 10-Jahres-Frist ab Kaufvertrag für steuerfreien Verkauf.Weiterlesen → nicht möglich. Alle wichtigen Fakten, Fristen und Tipps dazu im Überblick.

Vorkaufsrecht – wenn ein Dritter den Kauf übernimmt

Das Vorkaufsrecht erlaubt einer bestimmten Person oder Institution, eine Immobilie zu denselben Konditionen zu erwerben, zu denen sie an einen Dritten verkauft werden soll. Wenn das Vorkaufsrecht ausgeübt wird, kommt der KaufvertragNotarieller Kaufvertrag ist der offizielle Friststart – nicht der Übergabetermin oder Grundbucheintrag.Weiterlesen → mit dem ursprünglichen Käufer nicht zustande – stattdessen tritt der Vorkaufsberechtigte in den Vertrag ein.

Mehr zu den 4 legalen Wegen für steuerfreien Immobilienverkauf lesen: Immobilien steuerfrei verkaufen — 4 Wege erklärt

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Der notarielle Kaufvertrag bestimmt den Startpunkt der Spekulationsfrist10-Jahres-Haltefrist für vermietete Immobilien, 3 Kalenderjahre bei Eigennutzung (§ 23 EStG). Danach steuerfrei verkaufen.Weiterlesen →.

Wer hat Vorkaufsrecht bei Immobilien?

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  1. Gemeinden (§ 24–28 BauGB): Bei Grundstücken in Sanierungsgebieten, Umlegungsgebieten, bei städtebaulichem Bedarf. Die Gemeinde hat 2 Monate Zeit, ihr Recht auszuüben.
  2. Mieter (§ 577 BGB): Wenn eine vermietete Wohnung erstmals in Eigentumswohnungen umgewandelt wird. Der Mieter kann die Wohnung zu Marktkonditionen kaufen.
  3. Vertragliches Vorkaufsrecht: Kann im GrundbuchÖffentliches Register für Eigentumsrechte an Grundstücken. Eintragungsdatum ist NICHT Fristbeginn.Weiterlesen → eingetragen sein (Abteilung II). Z.B. Vereinbarung mit einem Nachbarn oder Verwandten.

Wie läuft die Ausübung des Vorkaufsrechts ab?

  1. Verkäufer schließt Kaufvertrag mit Käufer X
  2. Notar sendet Abschrift des Vertrags an Vorkaufsberechtigten
  3. Vorkaufsberechtigter hat 2 Monate (Gemeinde) / 2 Monate (Mieter) Zeit zur Entscheidung
  4. Bei Ausübung: Vertrag kommt mit dem Vorkaufsberechtigten zustande – Käufer X hat keinen Anspruch mehr
  5. Entscheidung der Gemeinde wird oft verzögert – Kaufprozess kann dadurch erheblich verlängert werden
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Erfahrene Makler kennen die steuerlichen Besonderheiten beim Immobilienverkauf.

Praxis-Tipp: Vorkaufsrecht vorab klären

Beim Kauf immer prüfen: Besteht ein eingetragenes Vorkaufsrecht (Grundbuch Abt. II)? Liegt das GrundstückAuch für unbebautes Grundstück gilt die 10-Jahres-Spekulationsfrist.Weiterlesen → in einem Sanierungsgebiet (Bebauungsplan/Gemeindeauskunft)? Ist die Wohnung vermietet und wird erstmals in WEG umgewandelt?

Eine sogenannte „Negativauskunft" der Gemeinde (schriftliche Bestätigung, dass kein Vorkaufsrecht ausgeübt wird) schützt den Käufer vor bösen Überraschungen. Wie in unserem Grundbuch-Ratgeber beschrieben, sollte der Grundbuchauszug immer vor dem Kauf geprüft werden.

Ausnahmen und Sonderfälle bei der SpekulationssteuerUmgangssprachlich: Einkommensteuer auf Gewinne aus privatem Immobilienverkauf innerhalb der Haltefrist.Weiterlesen →

Das Gesetz kennt mehrere Ausnahmetatbestände, bei denen keine Spekulationssteuer anfällt. Neben der Eigennutzungsregel gibt es weitere relevante Fälle:

Spekulationsfrist und die 10-Jahres-Regel im Detail

Die Spekulationsfrist von 10 Jahren gilt für alle privaten Veräußerungsgeschäfte gemäß § 23 EStGEinkommensteuergesetz-Paragraph über private Veräußerungsgeschäfte. Regelt Steuerpflicht beim Immobilienverkauf.Weiterlesen →. Entscheidend ist der Zeitraum zwischen notariellem Kaufvertrag und notariellem Verkaufsvertrag. Liegt dieser Zeitraum unter 10 Jahren und wurde die Immobilie vermietet oder fremdgenutzt, unterliegt der erzielte Gewinn der Einkommensteuer mit dem persönlichen SteuersatzSpekulationsgewinn wird mit persönlichem Einkommensteuersatz (bis 45 %) besteuert.Weiterlesen → des Verkäufers.

Wichtig: Der Gewinn berechnet sich aus dem Verkaufspreis abzüglich des Kaufpreises, der Anschaffungsnebenkosten (Grunderwerbsteuer3,5–6,5 % des Kaufpreises je nach Bundesland. Erhöht die Anschaffungskosten und senkt den Gewinn.Weiterlesen →, Notar, Makler) sowie der nicht bereits steuerlich abgesetzten WerbungskostenVerkaufsnebenkosten (Makler, Inserate, Renovierungen) mindern den steuerpflichtigen Gewinn.Weiterlesen →. Wertsteigerungen aus Sanierungen, die als Werbungskosten abgezogen wurden, können den Gewinn erhöhen.

Ausnahmen und Sonderfälle bei der Spekulationssteuer

Das Gesetz kennt mehrere Ausnahmetatbestände, bei denen keine Spekulationssteuer anfällt. Neben der Eigennutzungsregel gibt es weitere relevante Fälle:

  • Erbschaft: Der Erbe tritt in die Haltefrist des Erblassers ein. Hat der Erblasser die Immobilie bereits 7 Jahre gehalten, müssen nur noch 3 weitere Jahre abgewartet werden.
  • Schenkung: Bei Schenkungen unter Lebenden beginnt die Frist mit dem Erwerb durch den Schenker neu zu laufen.
  • GmbH-Eigentum: Immobilien im Betriebsvermögen einer GmbH unterliegen nicht der Spekulationsfrist.
  • Freigrenze 600 €: Gewinne unter 600 € im Kalenderjahr bleiben steuerfrei.