§ 23 EStGEinkommensteuergesetz-Paragraph über private Veräußerungsgeschäfte. Regelt Steuerpflicht beim Immobilienverkauf.Weiterlesen → regelt, wann Gewinne aus dem Immobilienverkauf steuerpflichtig sind. In diesem Artikel beleuchten wir Spekulationsfrist10-Jahres-Haltefrist für vermietete Immobilien, 3 Kalenderjahre bei Eigennutzung (§ 23 EStG). Danach steuerfrei verkaufen.Weiterlesen → bei ErbschaftGeerbte Immobilie: Haltefrist läuft ab Kaufdatum des Erblassers, nicht ab dem Erbfall.Weiterlesen → aus steuerlicher Sicht: mit klaren Antworten auf die häufigsten Fragen und praxisnahen Rechenbeispielen.

Spekulationsfrist bei Erbschaft: Freibeträge, HaltefristDauer zwischen Kauf und Verkauf. 10 Jahre Minimum für steuerfreien Verkauf bei Vermietung.Weiterlesen → und steuerfreier Verkauf

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Steuerfreier Immobilienverkauf nach § 23 EStG – Regeln und Praxis.

Eine geerbte Immobilie stellt Erben vor besondere steuerliche Herausforderungen. Die Spekulationsfrist nach § 23 EStG gilt auch bei Erbschaften – aber mit einer entscheidenden Besonderheit: Die Frist läuft ab dem Kaufdatum des Erblassers weiter, nicht ab dem Datum des Erbfalls.

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Die goldene Regel: Frist des Erblassers zählt

Beispiel: Ihr Vater kaufte ein Haus 2010. Er stirbt 2023. Sie erben das Haus. Die 10-Jahres-Frist läuft bereits seit 2010 – das heißt: Sie können das Haus bereits ab 2020 steuerfrei verkaufen! (Falls Ihr Vater es vermietet hat und die Frist schon abgelaufen ist.)

Umgekehrt gilt: Hat der Erblasser erst kurz vor seinem Tod gekauft, müssen Sie als Erbe die restliche Frist noch "absitzen".

Spekulationsfrist bei Erbschaft – Übersicht

SituationSpekulationssteuerUmgangssprachlich: Einkommensteuer auf Gewinne aus privatem Immobilienverkauf innerhalb der Haltefrist.Weiterlesen →?
Erblasser kaufte Immobilie vor >10 Jahren (vermietet)Nein – steuerfrei
Erblasser kaufte <10 Jahren, Sie verkaufen sofortJa – Frist läuft weiter
Erblasser nutzte selbst (3 Kj. EigennutzungSelbstbewohnen der Immobilie. Bei Nutzung im Verkaufsjahr + 2 Vorjahren: Befreiung von der Spekulationssteuer.Weiterlesen → erfüllt)Nein – steuerfrei
Mehrere Erben (Erbengemeinschaft)Anteilig steuerpflichtig

Eigennutzung nach Erbschaft

Als Erbe können Sie auch selbst in das geerbte Haus einziehen und dadurch die Eigennutzungsregel für sich aktivieren. Voraussetzung: Sie nutzen die Immobilie im Verkaufsjahr und den beiden vorangehenden Kalenderjahren selbst. Dann fällt keine Spekulationssteuer an – unabhängig davon, wann der Erblasser das Objekt erworben hat.

Praxistipp: Planen Sie den Verkauf einer geerbten Immobilie nicht überstürzt. Zwei Jahre im geerbten Haus zu wohnen kann zehntausende Euro Steuer sparen.

Erbengemeinschaft: Besondere Regeln

Wenn mehrere Personen gemeinsam erben (Erbengemeinschaft), wird die Spekulationssteuer anteilig berechnet. Jeder Erbe muss seinen Gewinnanteil in seiner eigenen Einkommensteuererklärung (Anlage SOTeil der Einkommensteuererklärung für sonstige Einkünfte – hier werden Veräußerungsgewinne eingetragen.Weiterlesen →) angeben. Wichtig: Auch unterschiedliche persönliche Steuersätze der Erben spielen eine Rolle.

Eine Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft – also die Übertragung der Immobilie auf einen der Erben – kann selbst steuerpflichtig sein, wenn sie nicht zum gemeinen Wert erfolgt. Hier ist steuerliche Beratung unbedingt empfehlenswert.

Wichtige Urteile und Ausnahmen

Checkliste: Geerbte Immobilie verkaufen

Häufige Fragen zu diesem Thema

Wie lange muss ich eine vermietete Immobilie halten? Genau 10 Jahre ab dem Tag des notariellen Kaufvertrags. Erst dann ist der Verkaufsgewinn vollständig steuerfrei.

Was gilt bei Eigennutzung? Wenn Sie die Immobilie im Verkaufsjahr und den zwei vorangehenden Kalenderjahren selbst bewohnt haben, entfällt die Spekulationssteuer – auch vor Ablauf der 10 Jahre.

Muss ich den Gewinn selbst berechnen? Sie können den Gewinn selbst schätzen: Verkaufspreis minus Kaufpreis minus KaufnebenkostenNotar, Makler, Grunderwerbsteuer: erhöhen die Anschaffungskosten und reduzieren den steuerpflichtigen Gewinn.Weiterlesen → plus geleistete AfAAbschreibung für Abnutzung: 2 % (Altbau) oder 3 % (Neubau) p. a. Mindert die steuerliche Basis beim Verkauf.Weiterlesen →. Für die exakte Steuererklärung empfiehlt sich ein Steuerberater.

Was passiert wenn ich zu früh verkaufe? Der gesamte VeräußerungsgewinnVerkaufspreis minus Anschaffungskosten minus Werbungskosten = steuerpflichtiger Gewinn.Weiterlesen → wird mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz (bis zu 45 %) versteuert. Bei einem Gewinn von 100.000 € und 40 % Steuersatz: 40.000 € Steuer – die mit einer kurzen Wartezeit hätte vermieden werden können.

Unser Tipp

Nutzen Sie unseren kostenlosen Spekulationsfrist-Rechner auf der Startseite. Geben Sie Ihr Kaufdatum ein und Sie erfahren sofort, ab wann Sie steuerfrei verkaufen können. Für komplexe Fälle (Erbschaft, SchenkungBei einer Schenkung übernimmt der Beschenkte die Haltefrist des Schenkers – die Frist läuft weiter.Weiterlesen →, AfA, mehrere Objekte) empfehlen wir die Beratung durch einen auf Immobilien spezialisierten Steuerberater.

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Erbschaft und Spekulationsfrist: Frist läuft weiter

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Einer der häufigsten Irrtümer beim Immobilien-Erbe: Viele Erben glauben, die 10-Jahres-Spekulationsfrist beginne mit dem Erbfall neu. Das ist falsch – und dieser Irrtum kann teuer werden.

Die Rechtslage: Fristübergang beim Erben

Gemäß § 23 EStG tritt der Erbe in die steuerliche Situation des Erblassers ein. Die Spekulationsfrist, die der Erblasser begonnen hatte, läuft für den Erben weiter. Hat der Erblasser die Immobilie 2010 gekauft und ist 2018 verstorben, läuft die Frist noch bis 2020 – und ein Verkauf vor 2020 ist für den Erben steuerpflichtig.

Praxisbeispiel: Erbe verkauft zu früh

  • Vater kauft Wohnung 2015 (250.000 €), verstirbt 2022
  • Tochter erbt und will 2023 schnell verkaufen (310.000 €)
  • Spekulationsfrist läuft bis 2025 (10 Jahre ab 2015)
  • Steuerpflichtiger Gewinn: 60.000 € → Steuer ca. 25.200 € (42 %)
  • Hätte sie bis 2025 gewartet: 0 € Steuer

Mehrere Erben: Erbengemeinschaft und Verkauf

Bei mehreren Erben wird der Gewinn anteilig auf jeden Miterben verteilt und mit dessen persönlichem Steuersatz versteuert. Das kann vorteilhaft sein, wenn ein Erbe wenig verdient. Gleichzeitig muss die Erbengemeinschaft über den Verkauf einig sein – fehlende Einigkeit kann zu gerichtlichen Auseinandersetzungen führen.

  • Abfindung eines Miterben: Gilt als Anschaffung eines weiteren Anteils – neue Teil-Spekulationsfrist beginnt
  • Erbauseinandersetzung: Reale Teilung ohne Versilberung gilt nicht als Veräußerung – keine Steuer
  • Eigennutzungs-Check: Hat ein Erbe die geerbte Immobilie selbst bewohnt? Dann greift ggf. die Eigennutzungsregel